Schule in der Informationsgesellschaft

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Das Poster "Schule in der Informationsgesellschaft" soll dazu anregen, über die aktuelle und künftige Rolle digitaler Medien in der Schule nachzudenken. Es kann als Grundlage für die gemeinsame Diskussion in schulinternen Arbeitsgruppen und Weiterbildungen dienen. Das Poster wurde vom Institut für Medien und Schule der PH Zentralschweiz – Schwyz und mit Unterstützung der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften entwickelt. Es kann als Creative Commons (unter der Lizenz BY-NC 3.0 d.h. unter den Bedingungen einer nichtkommerziellen Nutzung und einer Angabe der Urheber) frei heruntergeladen und verwendet werden. Verschiedene Szenarien, die zeigen wie das Poster in der Praxis eingesetzt werden kann, werden hier kurz dargestellt:

Einsatzvariante 1: "Überzeugungen sammeln und Massnahmen planen"

  1. Schreiben Sie gängige Überzeugungen über digitale Medien, welche Sie bei Akteuren des Bildungssystems beobachten, auf sprechblasenförmige Notizzettel. Kleben Sie die Sprechblasen dann an die entsprechenden Stellen bzw. zu den relevanten Personen des Posters. Dabei können beliebig viele und auch gegensätzliche Sprechblasen auf das Poster geklebt werden.
  2. Setzen sie eine Maximalzahl an Sprechblasen fest, die Sie auf Ihrem Poster darstellen wollen (z.B. 20). Diskutieren Sie in Ihrer Arbeitsgruppe, welche Überzeugungen für die gegenwärtige Situation besonders prägend sind. Entscheiden Sie, welche Überzeugungen unbedingt auf dem Poster dokumentiert werden sollten und welche eher nebensächlich sind und deshalb auch weggelassen werden können. Reduzieren Sie die Anzahl Sprechblasen auf die anvisierte Zahl.
  3. Nehmen Sie bunte Textmarker zur Hand und markieren Sie die Überzeugungen, bei denen Ihre Gruppe Handlungsbedarf sieht. Unterscheiden Sie mit unterschiedlichen Farben die folgenden Kategorien: z.B. rot: „hier kann man nichts ändern“, grün: „hier muss man nichts ändern“, gelb: „hier sollte man versuchen etwas zu ändern“.
  4. Überlegen Sie sich konkrete Massnahmen, wie die Punkte mit Handlungsbedarf angegangen werden könnten. Schreiben Sie die Massnahmen auf rechteckige Klebezettel und kleben Sie sie ebenfalls auf das Poster. Sie können die Massnahmen entweder an den Rand des Posters kleben und damit eine Rangreihe bilden (z.B. die wichtigsten zuoberst) oder Sie kleben die Massnahmen direkt zu den Personen oder Stellen, die für deren Umsetzung zuständig sind und bilden hier eine Rangreihe.

Einsatzvariante 2: "Vorteile und Nachteile abwägen"

  1. Schauen Sie sich das Poster an und stellen Sie sich vor, dass Ihre Schule in fünf Jahren so aussehen würde. Ist das eine wünschenswerte Vorstellung oder sehen Sie das eher kritisch?
  2. Kleben Sie sprechblasenförmige Notizzettel auf das Plakat, auf die Sie mit einem grünen Stift positive Aspekte schreiben und mit einem roten Stift negative Aspekte, die sie von so einer Entwicklung erwarten würden.
  3. Überlegen Sie sich Massnahmen, die nötig wären, um die Entwicklung von der heutigen Situation in Richtung der positiven Aspekte voranzutreiben. Denken Sie über Massnahmen nach, um die möglichen negativen Aspekte zu vermeiden. Schreiben Sie diese Massnahmen auf quadratische Klebezettel und heften Sie sie neben die entsprechenden Sprechblasen.
  4. Versuchen Sie, die Massnahmen gemeinsam zu priorisieren. Was sind wichtige und was weniger wichtige Massnahmen? Kleben Sie zunächst individuell 3 Klebepunkte auf die für Sie wichtigsten Massnahmen. Diskutieren Sie dann in der ganzen Gruppe, ob sich damit eine mögliche Strategie für Ihre Schule ergibt.

Einsatzvariante 3: "Eine ideale Zukunft entwerfen"

Ziel dieser Einsatzvariante ist es, sowohl den Ausgangs-Zustand von Ihrer „Schule in der Informationsgesellschaft“ zu beschreiben, als auch eine gemeinsame Vision eines Ziel-Zustands zu entwickeln. Der auf dem Poster dargestellte Zustand dient als Vergleichsmöglichkeit und Anregung für die Gestaltung eigener Visionen; Umgestalten und „Hereinmalen" sind ausdrücklich erwünscht.
  1. Bilden Sie zwei Gruppen; jede Gruppe erhält ein eigenes Poster. (Alternativ können Sie die beiden Arbeitsaufträge auch in einer Gruppe, hintereinander, bearbeiten)
  2. Gruppe 1: Ihre Aufgabe ist es, das „Ausgangsposter“ zu erstellen. Betrachten Sie den auf dem Poster dargestellten Einsatz von Neuen Medien in der Schule und vergleichen Sie diesen mit dem an Ihrer eigenen Schule. Nehmen Sie Stifte und Klebezettel und ändern Sie das Poster ab, bis es ein realistisches Bild Ihrer eigenen Schule in Bezug auf Neue Medien und Unterricht darstellt.
    Gruppe 2: Ihre Aufgabe ist es, das „Wunschposter“ zu erstellen. Betrachten Sie den auf dem Poster dargestellten Einsatz von Neuen Medien in der Schule und diskutieren Sie, inwieweit diese Darstellung Ihrer Vorstellung von einer „idealen“ Schule in Bezug auf den Umgang mit Neuen Medien darstellt. Nehmen Sie Stifte und Klebezettel und ändern Sie das Poster ab. Im Anschluss stellen Sie sich gegenseitig Ihre überarbeiteten Poster vor und ergänzen diese ggf. noch im Rahmen einer gemeinsamen Diskussion.
  3. Vergleichen Sie das „Ausgangsposter“ (= aktueller Zustand) und das „Wunschposter“ (= idealer Zustand). Welche Diskrepanzen fallen Ihnen auf? Markieren Sie diese mit Klebezetteln auf dem „Ausgangsposter“, auf denen Sie in kurzen Stichworten beschreiben, worin die Abweichung zum „Wunschposter“ besteht.
  4. Nehmen Sie bunte Textmarker zur Hand und markieren Sie die Abweichungen, bei denen Sie den grössten Handlungsbedarf sehen. Unterscheiden Sie mit unterschiedlichen Farben die folgenden Kategorien: z.B. rot: „hier kann man nichts ändern“, grün: „hier muss man nichts ändern“, gelb: „hier sollte man versuchen etwas zu ändern“.
  5. Überlegen Sie für alle gelb markierten Diskrepanzen, 1) welche Ziele auf dem Weg zum „Wunschzustand“ Sie realistischerweise erreichen können, und 2) welche Mittel Sie dazu einsetzen könnten. Arbeiten Sie mit dem „Wunschposter“: halten Sie realistische Ziele und konkrete Massnahmen auf zwei verschiedenen Arten von Klebezetteln fest. Sie können die Massnahmen entweder an den Rand des Posters kleben und damit eine Rangreihe bilden (z.B. die wichtigsten zuoberst) oder Sie kleben die Massnahmen direkt zu den Personen oder Stellen, die für deren Umsetzung zuständig sind und bilden hier eine Rangreihe. Ergebnis ist ein “Zielposter” mit konkreten Zielen und Massnahmen.

Creative Commons

Die Creative Commons Lizenz BY-NC verlangt neben einer ausschliesslich nicht-kommerziellen Nutzung des Posters von Nutzerinnen und Nutzern einen angemessenen Verweis auf die Quelle bzw. die ursprüngliche Urheberschaft. Dies wird üblicherweise mit den Beschriftungen auf dem Poster sichergestellt. Bitte zitieren Sie das Poster darüber hinaus folgendermassen:

Institut für Medien und Schule (Hrsg.). (2011). Schule in der Informationsgesellschaft. Das Poster zur Diskussion über digitale Medien im Schulalltag. Online unter: www.schuleinderinformationsgesellschaft.ch (Stand: 15.11.2011).

Impressum

Prof. Dr. Dominik Petko
dominik.petko@phsz.ch

Institut für Medien und Schule IMS
Pädagogische Hochschule Schwyz
Zaystr. 42
CH-6410 Goldau
www.phsz.ch/forschung/institut-fuer-medien-und-schule/